Abitur-Entlassungsfeier am Goethe-Gymnasium '10

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Schul­zeit­ver­kür­zung, Dop­pel­jahr­gang und Zen­trala­bitur – große Sorgen wurden in ganz Ham­burg z.T. über Jahre von den be­trof­fenen Schü­le­rinnen und El­tern mit diesen Be­griffen ver­bunden, die sich in Un­worten wie ‚Ver­suchs­ka­nin­chen’ äu­ßerten oder zu viel­fa­chen Vor­würfen an die zu­stän­dige Schul­be­hörde führten. Am Goethe-Gym­na­sium hin­gegen blieb man in der ge­samten Um­set­zungs­phase ge­lassen, denn Lehr­kräfte und Schul­lei­tung hatten schon früh­zeitig über Jahre eine fun­dierte Vor­be­rei­tung auf den Weg ge­bracht, die sich jetzt auch aus­zahlte – der Dop­pel­jahr­gang hat am Lu­ruper Gym­na­sium ein überaus er­folg­rei­ches Abitur ‚ge­baut’.Doppeljahrgang an Goethe-GymnasiumDoppeljahrgang an Goethe-Gymnasium

Sen­sa­tio­nelle Er­folge und zweimal Traum­note 1.0

123 junge Men­­schen aus zwei Schul­jahr­­gängen – nach der Dauer des Schul­­be­­such eben Gy8 und Gy9 ge­­nannt – können sich mit ihrer Leis­tung sehen lassen. Und sen­sa­tio­nell auch der Er­folg bei der Be­wäl­ti­gung der Schul­zeit­ver­kür­zung in Lurup: die Gy8 Schü­le­rInnen sind am Ende sogar noch einen Hauch besser als die Gy9er – Die Um­stel­lung er­folgte also ohne Nach­teile. Die Ein­zel­leis­tungen sind eben­falls her­aus­ste­chend: Al­lein 25 Schü­le­rInnen haben in ihrem per­sön­li­chen Durch­schnitt eine 1 vor dem Komma, und zwei Schü­le­rinnen er­rei­chen sogar die Traum­note von 1,0.

In­so­fern war es nicht ver­wun­der­lich, dass die Abitur-Ent­las­sungs­feier am Goethe-Gym­na­sium zu einer echten Ju­bel­feier wurde, gab es doch viel­fäl­tigste An­lässe sich über das Er­reichte und über die Leis­tungen in ver­schie­densten Be­reich zu freuen und das drückte sich in allen Pro­gramm­punkten des Abends aus:

Der Stolz der Schul­lei­tung

Der Große Chor in­to­nierte zu Be­ginn der Ver­an­stal­tung sehr pro­fes­sio­nell den fet­zigen Abba-song ‚Dan­cing Queen’, um nach den Ab­schieds­worten von der Chor­lei­terin Frau De­mattia an gleich 23 Abi­tu­ri­en­tInnen dieses En­sem­bles ein warm­her­ziges ‚Over the Rainbow’ zum Besten zu geben. Im An­schluss setzte sich der Schul­leiter Egon Tegge in seiner Abi­tur­an­sprache recht kri­tisch mit den überaus vielen Re­formen der letzten Jahre aus­ein­ander, die ja nicht nur zur über­has­tetet Ein­füh­rung der Schul­zeit­ver­kür­zung und damit zu Schaf­fung des Dop­pel­jahr­gang ge­führt hatten, son­dern auch die ge­samte Ober­stu­fen­ar­beit er­neut ver­än­dert haben.

Be­grüßt wurde al­ler­dings, dass man jetzt end­lich nicht mehr durch immer neue Abi­tur­re­ge­lungen die Qua­lität der schu­li­schen­Aus­bil­dung zu ver­bes­sern hofft, son­dern dass die Po­litik end­lich bei den ‚Kleinen’durch einen mas­siven zu­sätz­li­chen Mit­te­lein­satz z.B. über kleine Klassen in der Pri­mar­schule an­setzt. Der Stolz der Schul­lei­tung und des Ab­tei­lungs­lei­ters für die Ober­stufe, Herrn Lenz, auf die Schü­le­rInnen über die er­reichten Leis­tungen, auf die überaus ge­lun­gene In­te­gra­tion aller Ab­sol­venten ob mit oder ohne Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund in die ‚Goethe-Famliy’ kor­re­spon­dierte bei den Schü­le­rInnen dann auch mit einer un­bän­digen Freude über das er­reichte Abitur. Und dies wurde in der Rede der Schü­le­rInnen Pa­mina Berg und Anton Bör­nert mehr als deut­lich. Die An­span­nung aus den An­for­de­rungen von Dop­pel­jahr­gang und Zen­trala­bitur konnte sichtbar einer großen Dank­bar­keit wei­chen, an einer Schule das Abitur ge­schafft zu haben, die sich so en­ga­giert und er­folg­reich für den Er­folg ‚Ihrer Stufe’ ein­ge­setzt hatte.

130 feu­er­rote Wunsch­bal­lons auf der Gar­ten­party

Diese Dank­bar­keit und Freude spie­gelte sich dann auch in den Szenen, als schier nicht enden wol­lend die Abi­tur­zeug­nisse von den Tu­to­rInnen an die Schü­le­rInnen aus­ge­geben wurden, es gab eben nicht nur die be­gehrten Pa­piere, son­dern viele Blumen und kleine Ge­schenken waren Aus­druck von Dank und An­er­ken­nung.

Nahtlos war dann der Über­gang zu einer echt ge­lun­genen Gar­ten­party bei her­vor­ra­gendem aber nicht zu heißem Som­mer­wetter rund herum um die Aula. Die Big­band des Goethe-Gym­na­siums unter der Lei­tung von Herrn Junge bot ein sehr un­ter­halt­sames Rah­men­pro­gramm, wäh­rend dessen viele Ge­spräche zwi­schen jetzt ehe­ma­ligen Schü­le­rInnen, ihren El­tern und den Lehr­kräften so manche Erin­ne­rung aus den ver­gan­genen Jahren bei O-Saft, Sekt und Sel­ters wachriefen. Man hatte sich viel zu er­zählen, bis dann schon weit nach 9 Uhr der Schluss­punkt der Ver­an­stal­tung ge­setzt wurde – 130 feu­er­rote Luft­bal­lons mit den Wün­schen der Abi­tu­ri­en­tInnen stiegen in den Abend­himmel auf – man wird ge­spannt sein, was die Zu­kunft ihnen bringt.

Abi­tur­an­sprache 2010 des Schul­lei­ters Egon Tegge

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