Am Goethe-Gymnasium beginnt die Theathersaison

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Es wim­melt von schönen, in­ter­essanten und mar­kanten Rollen. Denn die Au­toren haben die be­kannte Ge­schichte des tra­gi­schen Ent­deckers, der zeit­le­bens glaubte, den Seeweg nach In­dien ge­funden zu haben, ins Ko­mi­sche ge­wendet und reich­lich sa­ti­ri­sche Ge­gen­warts­be­züge ein­ge­baut.Clerus und AdelClerus und Adel

Co­lumbus in dop­pelter Be­set­zung

Neben Ko­lumbus selbst, dessen zwie­späl­tiger Cha­rakter sich hier auch in dop­pelter Be­set­zung  aus­drückte (Merve Öz­bu­dakci als cha­ris­ma­ti­scher Tak­tiker, Mo­hammad Ba­zargan als treu­her­ziger Idea­list), gibt es in­tri­gie­rende Po­li­tiker und Ge­schäf­te­ma­cher am spa­ni­schen Hof, eine kirch­liche Kom­mis­sion, die in­qui­si­ti­ons­ähn­liche Fragen stellt, meu­ternde Mann­schaften und Zi­garre rau­chende In­dianer, die alles Kriegs­gerät längst ab­ge­schafft haben und aus­schließ­lich an Kar­ten­spielen und Golf in­ter­es­siert sind.

Der erste ist immer der Dumme

„Wie kann man nur auf einer so nied­rigen Kul­tur­stufe ste­hen“, wun­dert sich Zi­vil­kom­missar Ven­drino und be­ginnt auch gleich mit der „Um­struk­tu­rie­rung“, wäh­rend Ko­lumbus die Pro­tek­tion der Kö­nigin ver­liert und nach Ver­bü­ßung einer mehr­jäh­rigen Haft­strafe der Kell­nerin seiner Stamm­kneipe ins Poe­sie­album schreibt: „Der erste ist immer der Dumme“. Die Zu­kunft der neuen Welt je­doch, die er ent­deckt hat, malt er zum Schluß in idealen Farben – kon­tras­tiert durch Vi­deo­bilder von Bur­gern, Bush und Bör­sen­crash.

Reif für die Insel

Ein echtes En­sem­ble­stück also, mit ein­drucks­voller Aus­stat­tung, be­ju­beltem Tanz exo­ti­scher Schön­heiten und Ge­sangs­ein­lagen der Schiff­s­crew, ei­gens kom­po­niert vom „Schiffs­jun­gen“ Monja Möller-Dör­wald. Das Lei­tungsduo - Lena Janke und Chri­stoph Gott­schalch eben­falls am Ende stür­misch ge­feiert – das mit den Schü­lern das lange und zu­gleich un­ter­halt­same Stück in einer wahren Re­kord­zeit ein­stu­diert hatte, war al­ler­dings auch na­hezu ‚reif für die Insel’.

Thea­ther am Goethe - immer ein Ge­nuss

Man darf auf die nächsten Auf­füh­rungen am Goethe-Gym­na­sium ge­spannt sein, denn schon am 1. und 2. April geht es mit Ar­thur Mil­lers He­xen­jagd weiter, wäh­rend vom 20. bis 26.4. der Un­ter­stu­fen­chor an vier Abenden das Mu­sical ‚Drei Wün­sche frei’ geben wird – und vieles Wei­tere ist am Goethe-Gym­na­sium noch bis zum Sommer in Vor­be­rei­tung – Kul­tu­relles aus Lurup für die Lu­ruper Bürger eben!

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