Auf den Spuren des Jugendromans »Der aus den Docks« von Mario Giordano

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Zwei Jungen, Alex und Thias, wie sie un­ter­schied­li­cher nicht sein könnten, retten ge­meinsam einen Bull­ter­rier aus der Elbe. Als sie ent­de­cken, woher der Hund seine ganzen Ver­let­zungen hat, be­geben sie sich auf ein Aben­teuer im Ham­burger Hafen – und dabei ent­spinnt sich ne­benbei auch eine leise Lie­bes­ge­schichte zu einem Mäd­chen.
Den Ju­gend­roman ‚Der aus den Docks’ von Mario Gior­dano haben in diesem Schul­halb­jahr alle 7. Klassen des Goethe-Gym­na­siums im Deutsch­un­ter­richt ge­lesen. Was läge da näher, als die Schau­plätze des Ro­mans zu er­kunden?

Am 31.10.2011 begab sich also die 7c mit ihren Klas­sen­leh­rern Frau Adrian und Herrn Junge auf ihre Er­kun­dungs­tour durch Ep­pen­dorf und Sankt Pauli, die Wohn­orte der beiden Haupt­fi­guren. Ge­plant hatte diese Tour ein Pla­nungs­team. An jeder un­serer Halt­punkte stellten die Schü­le­rinnen und Schüler sich ge­gen­seitig vor, was an diesem Ort im Buch ge­schieht, so­dass sich vor un­serem geis­tigen Auge der ganze Hand­lungs­ver­lauf noch einmal ab­spielte. Jetzt wurde auch der große Un­ter­schied zwi­schen den beiden Jungs so richtig deut­lich – klar zu er­kennen an den un­ter­schied­li­chen Stadt­teilen, in denen sie wohnen.

Un­sere Tour führte uns von der Elb­g­au­straße zum Gym­na­sium Ep­pen­dorf  und zur Ise­straße - der Straße, in der Alex mit seinem Bruder Kai wohnt. Vor dem Haus stol­perten wir förm­lich über die Stol­per­steine, die in dem Stadt­teil an jeder Ecke an­zu­treffen sind: Sie erin­nern an die Men­schen, die in der Zeit des Na­tio­nal­so­zia­lismus aus ihren Woh­nungen ab­ge­holt und de­por­tiert wurden. Und wenn das auch nicht zu un­serem Thema passte, nahmen wir uns Zeit und nutzten die Ge­le­gen­heit, diese Stol­per­steine in Ruhe zu lesen und auf uns wirken zu lassen. Unser Weg führte uns nun weiter in ein völlig an­deres Viertel: nach Sankt Pauli. In der Spei­cher­stadt be­kamen wir einen Ein­druck von dem Ort, wo die ‚schrägen Ge­schäfte’ in­ner­halb des Ro­mans ab­ge­wi­ckelt werden. Da lag doch tat­säch­lich die Bar­kasse »Lütte Deern« vor Anker, von der im Buch er­zählt wird! Auch die Straße, in der Thias wohnt, den Kuh­berg, er­kun­deten wir. Das Pla­nungs­team hatte nun den per­fekten Rast­platz für un­sere Mit­tags­pause her­aus­ge­sucht: Hoch über den Lan­dungs­brücken mit Blick auf die Kräne saßen wir vor der Ju­gend­her­berge und ließen die Ha­fenat­mo­sphäre auf uns wirken. Nun lag noch eine letzte Sta­tion vor uns: Durch den Alten Elb­tunnel ge­langten wir ans an­dere El­bufer – der Ort, an dem die Jungs in dem Buch eine schreck­liche Ent­de­ckung ma­chen. Ein schöner und in­ter­essanter Aus­flug, bei dem sich wieder zeigte, wie gut es ist, die Augen offen zu halten, wenn man durch die Stadt geht!

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