Berlinfahrt 2007

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Mitt­woch, 14.11.07

Am 14.11.07 machte sich die S3 (13. Klasse) um 7 Uhr mor­gens auf den Weg nach Berlin. Da un­sere Stufe aus 86 Leuten be­steht, waren wir ge­zwungen mit zwei Bussen zu fahren. Mit den Leh­re­rinnen Frau Dr. Ste­phan, Frau Otten, Frau Rudat und Frau Kürbs waren wir 90 Per­sonen. Nachdem auch die letzten Schü­le­rInnen ein­trafen, fuhren wir los. Wobei es in dem ersten Bus ziem­lich laut zu­ging, wäre der zweite eher mit einem Rent­ne­r­aus­flug zu ver­glei­chen, da so ziem­lich jeder erst einmal sch­lief. Nach der ersten Pause stellte sich heraus, dass wir nicht be­son­ders gut in der Zeit lagen, somit mussten wir, in Berlin an­ge­kommen, gleich zum Paul-Löbe-Haus an­statt erst mal in das Ju­gend­hotel. Das Paul-Löbe-Haus ist ein Ab­ge­ord­ne­ten­haus im Ber­liner Re­gie­rungs­viertel. Es ist nach dem ehe­ma­ligen Reichs­tags­prä­si­denten Paul Löbe (SPD) be­nannt. Es fiel je­doch schwer zu ent­scheiden, was denn nun pracht­voller war: Das mo­derne Glas­ge­bäude an sich oder die lu­xu­ri­ösen Autos mit ihren ex­klu­siven Aus­stat­tungen und den schick an­ge­zogen Chauf­feuren, die vor dem Ge­bäude standen. Die Jungs ent­schieden sich na­tür­lich für die Autos und be­nahmen sich wie Zoo­be­su­cher, indem sie die Autos samt Chauf­feuren be­gafften. Die Chauf­feure ließen sich genau wie Zoo­tiere nicht davon stören. Als wir end­lich alle 90 durch die Si­cher­heits­vor­keh­rungen ge­bracht hatten, ging es zum Essen in der Kan­tine. Auf dem Weg dorthin spürte man die kühle und bü­ro­kra­ti­sche At­mo­sphäre, die das Ge­bäude und die Men­schen dort aus­strahlten. Alle trugen An­züge in schwarz oder in grau. Mit großem Hunger kamen wir an der Kan­tine an und konnten uns dar­aufhin zwi­schen Spaghetti Bo­lo­gnese und Schnitzel mit Reis ent­scheiden. Wie er­wartet war das Essen sehr lecker.

Nachdem wir uns ge­stärkt hatten, ging es zum ersten Ge­spräch mit Markus Wein­berg. Der 40-Jäh­rige CDU-Ab­ge­ord­nete er­schien sehr nett und se­riös. Sein ganzes Auf­treten war sehr po­sitiv zu be­werten. Er stelle sich an­fangs kurz vor, wobei er er­wähnte, dass er vor seiner Amts­zeit Lehrer an einer ka­tho­li­schen Haupt- und Re­al­schule in Will­helms­burg war. Da­nach war er für Fragen offen, wo­durch wir sehr viel über ihn und über seine po­li­ti­sche Ein­stel­lung er­fuhren, z.B. wie er zum Po­li­tiker ge­worden ist, seinen Stand­punkt zur Wehr­pflicht, seine Stel­lung zur Me­di­en­de­mo­kratie und und und. So­bald man sich versah, war die Stunde auch schon um. Als wir Schü­le­rInnen unser Ber­lin­pro­gramm be­kamen, stellten wir uns auf drei ein­schlä­fernde Tage ein. Je­doch irrten wir uns, denn Ge­spräche mit Po­li­ti­kern sind in­ter­essanter, als sie an­fangs scheinen. Nach dieser etwas merk­wür­digen, aber durchaus po­si­tiven Er­fah­rung gingen wir zum zweiten Pro­gramm­punkt über, der Bun­des­tags­sit­zung im Ple­nar­saal. Um je­doch zu dieser Sit­zung zu ge­langen, mussten wir vom Paul-Löbe-Haus ins Bun­des­tags­ge­bäude wech­seln. Nachdem wir wieder alle durch die Si­cher­heits­vor­keh­rungen brachten, fuhren wir in den ersten Stock. Dort an­ge­kommen, er­blickten wir einen glä­sernen Raum mit vielen Ka­meras, in dem ge­rade eine „po­li­ti­sche“ Dis­kus­sion statt­fand. An­fangs hatten wir Be­denken, ob wir diese 60 Mi­nuten ge­ballte Po­litik aus­halten würden, ohne dabei ein­zu­ni­cken. Aber diese Dis­kus­sion war besser als jeder Ki­no­film und wäre be­stimmt ein gran­dioses Thea­ter­stück mit dem Titel „A Mid­summer Night­mare“ ge­wesen. Man möge an­nehmen, dass Po­li­tiker er­wachsen, ge­bildet und re­spekt­voll sind. Aber nach dieser Dis­kus­sion schienen sie eher wie Kinder, die in einem Streit­ge­spräch zu keinem ver­nünf­tigen Er­gebnis kamen, da sie sich nicht aus­spre­chen ließen, sich be­lei­digten und ei­nige sogar Ma­ga­zine lasen, an­statt sich zu be­tei­ligen. Die­je­nigen, die sich be­tei­ligten, konnten dies je­doch nicht ohne Be­lei­di­gungen. Es fielen Be­griffe wie z.B. „linke Ba­zillen". Die ganze Dis­kus­sion war ein ein­ziges Durch­ein­ander und eher mit einer Ele­fan­ten­runde im Kin­der­garten zu ver­glei­chen. Die Stunde war schnell um und als wir aus dem Raum kamen, sahen alle sehr baff und scho­ckiert aus. Das, was wir am we­nigsten er­wartet hatten, war ein­ge­troffen und ob­wohl wir scho­ckiert waren, waren wir glück­lich dar­über, dass un­sere drei Tage in Berlin nicht so lang­weilig sein würden, wie viele es an­fangs an­nahmen.

Der nächste Pro­gramm­punkt war der Be­such der Reichs­tags­kuppel. Dank ihr war es uns mög­lich den vor­he­rigen Schock zu ver­ar­beiten, wenn nicht sogar zu ver­drängen. Denn die Aus­sicht, die man von der Kuppel bekam, war ein­zig­artig und be­son­ders schön, weil es be­reits schon dunkel war.

Leider war es nicht nur dunkel, son­dern auch kalt und es fing an zu regnen. Somit gingen wir nach un­serem kurzen Kup­pel­be­such zum letzten Pro­gramm­punkt über und zwar zum Ge­spräch mit Norman Paech (Die Linke). Der 69-jäh­rige ge­lernte Ju­rist, der auf­grund der Zu­stim­mung seiner Partei (SPD) zum Af­gha­ni­stan­ein­satz zu den Linken wech­selte, er­schien sehr ruhig und pro­fes­sio­nell. Er war kei­nes­wegs auf­ge­regt und gab uns seine Mei­nung klar wider. Je­doch fehlte uns Schü­le­rInnen ein biss­chen mehr Elan und Be­geis­te­rung, wie es Markus Wein­berg prä­sen­tiert hatte. Herr Paech er­zählte uns etwas über seine Person und be­schrieb uns seinen stres­sigen Ta­gesab­lauf. Da­nach war er für Fragen offen wie z.B. zu seiner Mei­nung zur Ein­heits­schule, ob seine Partei über­haupt ko­ali­ti­ons­willig sei und ob er ver­suche sich in den Me­dien zu re­prä­sen­tieren. Auf viele dieser Fragen gab er klare Ant­worten, je­doch ent­wich er auch ei­nigen ge­schickt. Und ehe man sich versah, war die Stunde auch schon um. Fazit dieser Ge­spräche: Po­li­tiker sind Künstler. Sie be­herr­schen die Kunst des Re­dens wie ein Mu­siker sein In­stru­ment. Viele Schü­le­rInnen waren nach den Ge­sprä­chen sehr ver­wirrt, da sie von jedem Po­li­tiker am Ende über­zeugt waren. Aber wir hatten ja noch einen wei­teren Tag mit drei an­deren Ab­ge­ord­neten. Der erste Tag war so gut wie zu Ende. Nach dem letzten Ge­spräch mit Norman Paech fuhren wir dann end­lich zum Ju­gend­hotel.

Don­nerstag, 15.11.07

An diesem Tag hatten wir die Mög­lich­keit uns Berlin an­zu­sehen, bevor wir die Ge­spräche mit den Ab­ge­ord­neten hatten. Die Leh­re­rinnen gaben uns die Mög­lich­keit, die kul­tu­rellen Aspekte Ber­lins an­zu­schauen, dabei stand es uns zur freien Aus­wahl, was wir be­su­chen wollten. Ei­nige gingen u.a. zur Ge­denk­stätte der er­mor­deten Juden Eu­ropas, zum Check­point Charlie (einer der be­kann­testen Ber­liner Grenz­über­gänge zwi­schen 1945 und 1990) oder zum Jü­di­schen Mu­seum. Das Gute daran war, dass die ge­samte Stufe in Gruppen auf­ge­teilt war. Da­nach konnten wir auch ohne die Leh­re­rinnen z.B. ein­kaufen gehen, ins Café oder ein­fach die Stadt an­gu­cken. Die Haupt­sache war, dass alle um 13:30 Uhr vor dem Paul-Löbe-Haus standen. Bis auf ein paar Schü­le­rinnen schafften das auch alle, wobei man er­wähnen muss dass die Ber­liner nicht alle sagen konnten, wo sich das Paul-Löbe-Haus be­findet. Au­ßerdem ist noch zu er­wähnen, dass die Bus­fahr­karten teurer als in Ham­burg sind, was är­ger­lich war. Bei dem kalten Wetter haben sich alle ge­freut, wieder ins warme Haus zu gehen, aber zu­erst mussten wir durch die Si­cher­heits­kon­trollen.

Ob­wohl die Ge­spräche vom vor­he­rigen Tag in­ter­essant waren, hatten die meisten be­fürchtet, dass es dieses Mal wirk­lich lang­weilig werden könnte. Das lag eher daran, dass wir drei Ge­spräche hin­ter­ein­ander vor uns hatten. Die Ge­spräche hatten wir mit Krista Sager (Bündnis 90/Die Grünen), Olaf Scholz (SPD) und Burk­hardt Müller-Sönksen (FDP) und diese sollten je­weils eine Stunde dauern. Das erste Ge­spräch hatten wir mit Krista Sager, die ei­nige Mi­nuten später kam und wes­halb ihre Mit­ar­bei­terin uns am An­fang erst mal sich selbst vor­ge­stellt und uns bio­gra­phi­sche In­for­ma­tionen über Krista Sager gab. Sie er­klärte uns au­ßerdem, dass eine na­ment­liche Ab­stim­mung der Grund für ihre Ver­spä­tung sei. Dieses Mal lei­tete einer der Schüler das Ge­spräch, was be­deu­tete, dass dieser Schüler darauf achten musste, dass die­je­nigen, die sich mel­deten, um Fragen zu stellen, nach der Rei­hen­folge ran­kamen. Nachdem Krista Sager uns selbst be­grüßte, er­zählte sie, dass es sich bei der na­ment­li­chen Ab­stim­mung um die Man­dats­ver­län­ge­rung in Af­gha­ni­stan ging. Die erste Frage bezog sich na­tür­lich auf die na­ment­liche Ab­stim­mung und sie äu­ßerte sich gegen die Man­dats­ver­län­ge­rung. Es wurden auch Fragen über Me­di­en­de­mo­kratie ge­stellt, da alle Kurse dieses Thema ge­rade hatten. Es wurden u.a. auch Fragen, die die Schul­form und Stu­dien­ge­bühren be­trafen, ge­stellt. Au­ßerdem er­klärte sie uns, dass es sich bei der scho­ckie­renden Sit­zung im Ple­nar­saal des Bun­des­tages von Mitt­woch um die ,,ak­tu­elle Stunde" han­delte. Da ginge es immer so zu, weil es die Mög­lich­keit für die Po­li­tiker sei sich aus­zu­toben. Bei sons­tigen De­batten würden sie viel re­spekt­voller und er­wach­sener mi­tein­ander um­gehen. Diese Tat­sache schien die meisten zu be­ru­higen. Das zweite Ge­spräch hatten wir mit Olaf Scholz von der SPD. Auch er kam von der na­ment­li­chen Ab­stim­mung und war des­halb ei­nige Mi­nuten zu spät. An­fangs er­zählte er von sich und seiner po­li­ti­schen Lauf­bahn und ant­wor­tete da­nach die an ihn ge­stellten Fragen. Um einen Ver­gleich her­zu­stellen, wurden auch ihm ähn­liche Fragen wie Krista Sager und den an­deren Ab­ge­ord­neten ge­stellt. Olaf Scholz stimmte z.B. im Ge­gen­satz zu Krista Sager für den Ein­satz in Af­gha­ni­stan. Es stellte sich am Ende heraus, dass Olaf Scholz mit Markus Wein­berg am sym­pa­thischsten wirkte. Die Ver­spä­tung von Burk­hardt Müller-Sönksen, auf­grund der na­ment­li­chen Ab­stim­mung, war die längste, wes­halb das Ge­spräch mit ihm am kür­zesten war. All­ge­mein be­trachtet war es an­stren­gend die drei Ge­spräche hin­ter­ein­ander zu haben. Das hätte viel­leicht ver­hin­dert werden können, wenn es mög­lich ge­wesen wäre zwi­schen den Ge­sprä­chen län­gere Pausen zu haben. Trotz der Er­schöp­fung hatten wir viele Fragen, die nicht mehr be­ant­wortet, ge­schweige denn ge­stellt werden konnten.

Er­schöpft fuhren wir um 18:15 Uhr mit un­seren Bussen zu­rück zum Ju­gend­hotel. Wie am Tag zuvor hat uns das Essen sehr ge­fallen. Ei­nige waren müde und nahmen sich die Leh­re­rinnen als Bei­spiel und gingen gleich schlafen. An­dere gingen noch weg, um Cock­tails trinken zu gehen oder gingen in Ber­liner Diskos feiern.

Freitag, 16.11.07

An diesen Tag be­stand das Pro­gramm nur aus dem Be­such im Bun­desrat. Um 8:30 Uhr fuhren wir schon los. Die Stufe wurde in zwei Gruppen ge­teilt, da wir zu viele waren. Wir hatten zwei Be­suchs­ter­mine. Die beiden GMK Grund­kurse von Frau Otten bil­deten die erste Gruppe wäh­rend der GMK Leis­tungs­kurs von Frau Dr. Ste­phan und Frau Ru­dats Grund­kurs die zweite Gruppe bil­deten. Die erste Gruppe hatte ihren Termin un­ge­fähr bis 10:30 Uhr und die an­deren konnten, wenn ihnen der Don­nerstag nicht ge­reicht hatte, sich Berlin noch einmal an­schauen. Um 11:00 Uhr hatte die zweite Gruppe ihren Termin und als erstes wurden wir, nachdem wir un­sere Ja­cken und Ta­schen in einem Raum ver­staut hatten, in eine Halle ge­führt, wo die Füh­rerin uns die Ge­schichte des Bun­des­rats er­zählte. Au­ßerdem wurden wir in den Ple­nar­saal ge­führt, wo uns ei­nige Daten über den Bun­desrat ge­geben wurden. Bei Ge­set­zes­vor­schlägen kann der Bun­desrat mit­be­stimmen. Die Bun­des­re­gie­rung, der Bun­destag und der Bun­desrat können Ge­set­zes­vor­schläge ma­chen. In der Regel macht die Bun­des­re­gie­rung die meisten Ge­set­zes­vor­schläge. Es gibt Ge­setze, bei denen der Bun­desrat zu­stimmen muss um ver­ab­schiedet zu werden. Diese Ge­setze werden Zu­stim­mungs­ge­setze ge­nannt. Wir sollten uns für einen Ge­set­zes­vor­schlag ent­scheiden, weil wir eine Bun­des­rats­sit­zung nach­stellen sollten. Wir ent­schieden uns für das Tem­po­limit von 130 km/h auf deut­schen Au­to­bahnen, weil das ein ak­tu­elles Thema war. Die SPD for­derte bei ihrem Par­teitag in Ham­burg dieses Tem­po­limit und schloss sich damit den For­de­rungen von Um­welt­ver­bänden sowie der Grünen an. Um eine Bun­des­rats­sit­zung nach­zu­stellen, brauchten wir Per­sonen, die den Prä­si­denten und die Bun­des­re­gie­rung dar­stellten. Der Rest des Kurses stellte die Ver­treter der Bun­des­länder dar.

Die Nach­stel­lung fand aber nicht im rich­tigen Ple­nar­saal statt, son­dern in einem an­deren Raum, der ähn­lich ge­staltet war. Wir setzten uns dann alle an Ti­sche, auf denen Mappen mit je­weils einem Ab­stim­mungs­zettel lagen. Da der Prä­si­dent die Sit­zung lei­tete, be­grüßte er erstmal die An­we­senden und rief als erstes die Bun­des­re­gie­rung auf, um ihren Ge­set­ze­s­ent­wurf vor­zu­stellen. Da­nach rief der Prä­si­dent die ein­zelnen Bun­des­länder auf, es sei denn sie mel­deten sich frei­willig, um ihre Po­si­tion am Red­ner­pult zum Ge­set­zes­vor­schlag zu schil­dern. Es kos­tete ei­nigen Über­win­dung vor den ganzen Schü­lern und den Leh­re­rinnen zu stehen und zu reden, aber es stellte sich heraus, dass es sogar Spaß machte. Bis auf ein paar Schü­le­rInnen schien sich jeder in seiner Rolle wohl zu fühlen, am meisten der Prä­si­dent. Zu­letzt er­folgte die Ab­stim­mung und der Ge­set­zes­vor­schlag wurde mit einer Zwei­drit­tel­mehr­heit ab­ge­lehnt. Am Ende er­hielt jeder einen Comic über Ge­set­zes­vor­schläge im Bun­desrat, Bro­schüren über den Bun­desrat, die Mappen mit den Ab­stim­mungs­zet­teln und ein Com­pu­ter­spiel als Ge­schenke. Um 13:00 Uhr fuhren wir mit dem Rentner- und Par­tybus - bis auf ei­nige Schü­lern, die das Wo­chen­ende in Berlin noch feiern wollten - zu­rück nach Ham­burg.

Be­wer­tung Ber­lin­reise 2007

Stif­tung Schü­ler­test be­wertet die Ber­lin­reise 2007 mit: GUT

Die Ber­lin­reise der S3 war viel in­ter­essanter als er­wartet. Wir haben viele neue Ein­drücke ge­wonnen über die Re­gie­rung, Po­li­tiker und ihre Tä­tig­keiten. Durch das Rol­len­spiel im Bun­desrat wurde es uns er­mög­licht, uns in die Lage eines Po­li­ti­kers zu ver­setzen. Es war klar und deut­lich zu spüren, dass die Sprache und das Auf­treten eines Po­li­ti­kers manchmal einen tieferen Ein­druck hin­ter­lassen als der In­halt selbst.

Ob­wohl das Ju­gend­hotel etwas ab­ge­legen war, boten uns die Leh­re­rinnen Frei­zeit­an­ge­bote an, damit wir Berlin er­kun­digen konnten, wobei die In­ter­essen von vielen Schü­le­rInnen ab­ge­deckt werden konnten.

Das Pro­gramm, das an­fangs so aussah, als müsse man zehn statt drei Tage dafür ein­planen, war genau richtig. Denn auf­grund des strammen Pro­gramms ent­stand wenig Leer­lauf und wir Schüler kamen auf keine dummen Ideen. Dar­über hinaus war es sehr sinn­voll, die Halb­pen­sion zu haben. Denn das Essen war sehr lecker und man konnte sich auch Nach­schlag holen. Alles in allem war die Ber­lin­reise ein voller Er­folg. Wir hatten nicht nur Spaß, son­dern auch einen hohen Ler­n­ef­fekt, denn es sind nicht viele Schüler, die sich mit Po­litik be­schäf­tigen und durch diese Reise konnte ihnen Po­litik etwas näher ge­bracht werden. Somit wäre nur noch zu sagen, dass diese eine sehr sinn­volle Reise ist und noch lange Zeit bei­be­halten werden sollte.

Der ein­zige Makel waren die ei­sigen Tem­pe­ra­turen, also an alle un­sere Nach­folger: Zieht euch warm an!!!

 

(Ma­lika Me­nezes & Claudia Kral, S3, Gmk-LK)

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