Frühjahrskonzert am Goethe-Gymnasium

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Der Musik LK prä­sen­tierte in der Ur­auf­füh­rung seine Kom­po­si­tion 'don gio­vanni re­mixed'. Die Idee scheint zu fruchten – nicht nur die be­kannte Schul­ge­meinde des Goethe-Gym­na­siums fand sich am ver­gan­genen Don­nerstag zum jähr­li­chen Kon­zert ein, son­dern auch viele Lu­ruper Bürger nutzten die Mög­lich­keit, Kultur hautnah und live vor Ort zu er­leben und nicht die weiten Wege zu den Mu­sen­tem­peln der In­nen­stadt ma­chen zu müssen, so dass die neue Aula bis auf den letzten Platz ge­füllt war. Das Schu­lor­che­ster des Goethe-Gym­na­siums prä­sen­tierte dort­selbst unter Lei­tung von Astrid De­mattia ein ein­drucks­volles Spek­trum klas­si­scher Kon­zert­stücke.

Er­öffnet wurde der Abend mit Jo­hann Se­bas­tian Bach: Sein Dop­pel­kon­zert in d-moll für zwei Vio­linen bot Kore Fang und Kristin Lange Ge­le­gen­heit, als So­lis­tinnen zu glänzen. Im größt­mög­li­chen sti­lis­ti­schen Kon­trast dazu folgte eine be­mer­kens­werte Ur­auf­füh­rung von und mit dem Leis­tungs­kurs Musik: „don gio­vanni re­mi­xed“, ent­standen als Teil des Kom­po­si­ti­ons­pro­jektes „Eine Reise in die Musik des 21. Jahr­hun­derts“, von der an an­derer Stelle aus­führ­li­cher die Rede ist. Wenn auch an­fangs manch Zu­hörer unter den un­ge­wohnten Klan­gein­drücken zu­sam­men­zuckte – Bei­fall und nach­fol­gendes Pu­bli­kums­ge­spräch of­fen­barten Be­geis­te­rung und reges In­ter­esse.

Nach der Pause führte das in Hoch­form mu­si­zie­rende Or­che­ster wieder in har­mo­ni­schere Ge­filde mit Bi­zets „Ca­ril­lon“ aus der L’Ar­lé­si­enne Suite Nr. 1. Und wer beim Wort „Block­flö­ten“ schon ge­wohn­heits­mäßig Zahn­schmerzen be­kommt, war über­rascht, wie char­mant und sonnig süd­ame­ri­ka­ni­sche Folk­lore darauf klingen kann; Bongos und ein swin­gender Bass taten ein Üb­riges. Aus­ge­wählt und ein­stu­diert hatte das die ehe­ma­lige Schü­lerin Kathi Wie­chert, die sich mit dieser Dar­bie­tung leider vor­erst von der Schule ver­ab­schiedet.

Da­gegen ge­hören Yasmin Müller und Dagmar Narbèl wei­terhin zur ver­läss­li­chen Riege „ex­ter­ner“ So­listen, die an der Schule In­stru­men­tal­un­ter­richt geben. Sie und ihre Schüler Me­lissa Bi­chowski (Kla­ri­nette) und Philipp Bon­figt (Geige) ließen sich nun vom Or­che­ster bei zwei Klezmer-Stücken be­gleiten, und ein kleines En­semble unter Lei­tung von Yasmin Müller spielte „Pa­vane op. 50“ des Saint-Saens-Schü­lers Ga­briel Fauré. Als opu­lenter Ab­schluss des Abends noch einmal Bizet: „Fa­ran­dole“, aus der L’Arle­si­enne Suite Nr. 2 riss die Zu­hörer zu sol­chen Ap­plaus­stürmen hin, dass das Ende als Zu­gabe noch einmal er­klang. Ein runder, mu­si­ka­lisch ex­zel­lenter, viel­fäl­tiger und kurz­wei­liger Abend.

Ein­malig. Schade.

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