Standortprofil

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1. Lage und Grö­ßen­ord­nung

LageplanLageplanDie Schule liegt in Ham­burg-Lurup, in un­mit­tel­barer Nähe zu den Spor­ta­renen am Volks­park. Die Schü­ler­zahl be­trägt ge­gen­wärtig ca. 750, die Zahl der letzten beiden An­mel­de­runden für Kl. 5 be­trug 117 bzw. 120.

Die Be­bauung im Stadt­teil weist eine Mi­schung aus Ein­fa­mi­li­en­häu­sern, Rei­hen­häu­sern und Miet­woh­nungen un­ter­schied­li­cher Grö­ßen­ord­nung auf, in­fol­ge­dessen er­weist sich auch die Schü­ler­schaft des Goethe-Gym­na­siums als viel­fältig ge­mischt. Auch für ei­nige Kinder aus einem in der Nähe ge­le­genen so­zialen Brenn­punkt (Lü­ders­ring) bietet die Schule gute In­te­gra­tions- und Auf­stiegsschancen. Der An­teil von Kin­dern mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund (vor allem aus Russ­land, Polen, Af­gha­ni­stan, wei­teren EU-Staaten und Türkei etc.) be­läuft sich in den letzten Jahren re­lativ kon­stant auf ca. 30%, die Quote der ‚Nicht-Emp­foh­lenen’ in Kl. 5 liegt bei ca. 30% (per­so­nell na­tür­lich nicht de­ckungs­gleich!). In den letzten beiden Abi­tur­durch­gängen lag der An­teil der er­folg­rei­chen Mi­granten je­weils bei etwas über 30%, zu­gleich hatten aber auch 25% aller Abi­tu­ri­en­tInnen am Ende von Kl. 4 keine Gym­na­sial­emp­feh­lung.

Auf dem glei­chen Schul­ge­lände liegt die Grund­schule Lang­barg­heide (ca. 410 Schü­le­rInnen), mit dem das Goethe-Gym­na­sium ge­mein­same Pro­jekte plant und durch­führt.

2. Ganz­tags­schule

Be­reits in 2002 hatte die Schule die Ein­rich­tung einer echten Ganz­tags­schule be­schlossen und nach der Ein­füh­rung von Gy 8 dann auch die Um­wand­lung in eine ge­bun­dene Ganz­tags­schule be­an­tragt und an­schlie­ßend um­ge­setzt. Seit Sommer 2007 sind alle Jahr­gänge in dieses Kon­zept ein­ge­bunden. In diesem Rahmen wurde eine ge­mein­same Aula/Mensa des Goethe-Gym­na­siums und der Schule Lang­barg­heide er­richtet, die von den Schulen in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Stadt­teil ge­nutzt wird.

Das Goethe-Gym­na­sium fährt auf Grund seiner be­son­deren Pro­file ein bun­des­weit ein­ma­liges Mo­dell an Ganz­tags­schul­kon­zept: Da es im mu­si­ka­lisch/äs­the­ti­schen Be­reich eine Reihe von schul­über­grei­fenden En­sem­bles (Kl. 5-12) gibt, die am frühen Abend ar­beiten und ent­spre­chendes für den sport­li­chen Be­reich (Schul­mann­schaften) im Aufbau ist, wird die ge­bun­dene Ganz­tags­schule nur vom zeit­li­chen Um­fang her ga­ran­tiert, die Lage der An­we­sen­heit der Schüler ist je nach Teil­nahme an den zu­sätz­li­chen Kursen und Pro­jekten ge­staltbar. In das Kon­zept ist ein­ge­woben ein För­der­an­gebot für Schü­le­rInnen mit De­fi­ziten sowie mit be­son­deren Be­ga­bungen. Ge­gen­wärtig bieten wir 60 Kurse für die Kl. 7-10 und 20 Kurse für die Kl. 5/6 an, mit Schwer­punkten ins­be­son­dere im mu­si­schen und sport­li­chen Be­reich, z. T. in Ko­ope­ra­tion mit den ört­li­chen Ver­einen.

Zur Um­set­zung des Ganz­tags­kon­zepts und zur Ver­bes­se­rung der Team­struk­turen hat das Goethe-Gym­na­sium es er­reicht, dass jede Lehr­kraft über einen in­di­vi­du­ellen Leh­rer­ar­beits­platz ver­fügen kann. Diese Ar­beitsplätze sind un­ter­ge­bracht in Samm­lungs­räumen, Ser­ver­raum und im Verwaltungstrakt und z. T. durch schu­li­sche Mittel um­ge­baut, z. T. auch durch Ei­genini­tia­tive aus­ge­stattet worden.

3. Ober­stufe und Pro­fil­bil­dung

Vier Pro­file in der neuen Pro­fi­l­ober­stufe bietet die Schule zur Zeit an, die er­freu­li­cher­weise nicht nur die Be­dürf­nisse der ei­genen Schü­le­rInnen voll­ständig er­füllten, son­dern auch für Schü­le­rInnen an­derer Schulen at­traktiv waren, so dass im ersten Jahr­gang (jetzt 12.) noch 86 und im zweiten Jahr­gang (jetzt 11.) 98 junge Men­schen in fol­genden Pro­filen zu­sammen lernen. Bei allen Pro­filen ist eine pro­fil­be­zo­gene Be­rufs­ori­en­tie­rung nebst einem ent­spre­chenden Be­rufs­prak­tikum ver­bind­lich in­te­griert:

Mu­si­ka­lisch/äs­the­ti­sches Profil

Bei diesem Profil unter dem Namen ‚Klang­Welt­Bild han­delt es sich um ein sog. Y-Profil, d.h. die Schü­le­rInnen wählen ent­weder Musik oder Kunst als pro­fil­ge­bendes Fach, werden al­ler­dings in den damit ver­bun­denen Be­rei­chen Ge­schichte und Phi­lo­so­phie sowie dem fä­cher­über­grei­fenden Se­minar ge­meinsam un­ter­richtet.

Na­tur­wis­sen­schaft­li­ches Profil

In diesem Profil unter dem Namen Men­schMacht­Natur -  Sind wir noch zu retten?’ ist das pro­fil­ge­bende Fach Physik, bei dem der Mensch und seine Wech­sel­wir­kung mit der Um­welt im Mit­tel­punkt steht. Folg­lich sind als Be­gleit­fä­cher neben dem Se­minar die Fä­cher Chemie, Geo­gra­phie und Re­li­gion in­te­griert.

Sport­päd­ago­gi­sches Profil

In diesem Profil unter dem Namen ‚Sich be­wegen und An­dere in Be­we­gung bringen ist das pro­fil­ge­bende Fach der Sport, ver­bunden mit den Fä­chern Päd­agogik, Bio­logie und PGW.

Ziel dieses Pro­fils ist es dabei, die Schü­le­rInnen für den boo­menden Sport­sektor zu qua­li­fi­zieren, indem sie so­wohl für den Trainer- und päd­ago­gi­schen Be­reich wie auch für die wirt­schaft­liche Di­men­sion des Sport­busi­ness aus­ge­bildet werden. Dazu ge­hört z.B. dass sie in Zu­sam­men­ar­beit mit dem HSB Trai­ner­qua­li­fi­ka­tionen er­werben und zu­gleich in den Päd­ago­gik­kursen der Schule fach­lich vor­an­ge­bracht und zu­gleich ge­coacht werden, wenn sie z.B. mit jün­geren Schü­le­rInnen in Nach­mit­tags­kursen bzw. in der be­nach­barten Grund­schule ar­beiten.

Ge­sell­schafts­wis­sen­schaft­li­ches Profil

In diesem Profil ist das pro­fil­ge­bende Fach Po­litik, Ge­sell­schaft, Wirt­schaft und ist hier mit den Fä­chern In­for­matik und Dar­stel­lendes Spiel ver­bunden. Ziel ist hier den Ein­fluss der neuen Me­dien auf den ge­sell­schaft­li­chen Wandel sowie die wirt­schaft­li­chen und po­li­ti­schen Di­men­sionen von Me­dien und IT-Branche zu durch­leuchten. Chancen und Ri­siken dieser Ent­wick­lung werden re­flek­tiert und durch ei­gene Dar­stel­lungs­ver­suche im dar­stel­le­ri­schen und/oder fil­mi­schen Be­reich kreativ um­ge­setzt.

Fünftes Profil

Ein fünftes Profil ist in der Ent­wick­lung und könnte be­gin­nend für die jet­zigen 9.Klässler des Jahr­gangs 2010/11 an­ge­boten werden.

4. Wei­tere Aspekte

Mu­si­ka­li­scher Schwer­punkt

Als be­son­derer Schü­ler­ma­gnet er­weist sich der ein­deu­tige Schwer­punkt der Schule im mu­si­ka­li­schen Be­reich: Es gibt drei Chöre (mit über 200 Mit­glie­dern) ein klas­si­sches Schu­lor­che­ster (mit 35 Mit­wir­kenden) und eine Big­band sowie wei­tere pro­jekt­be­zo­gene En­sem­bles. Die Auf­füh­rungen (u.a. Revue im Sommer, Or­che­s­ter­kon­zert, Weih­nachts­kon­zert, Sing­spiel, Kon­zerte der Big­band etc.) sind ei­ner­seits für den Stadt­teil sehr at­traktiv, an­de­rer­seits sind die En­sem­bles der Schule im Mi­chel, im Schau­spiel­haus, auf Kamp­nagel usw. un­ter­wegs. Zur Nach­wuchs­ge­win­nung or­ga­ni­siert die Schule In­stru­men­tal­un­ter­richt (für ge­gen­wärtig mehr als 80 Schü­le­rInnen, in die Ganz­tags­auf­lagen ein­ge­bunden) für viele In­stru­mente (Geige, Cello, Sa­xo­phon, Kla­ri­nette, Schlag­zeug, Bass, Po­saune, Trom­pete, Horn, Gi­tarre, Quer­flöte etc.).

So­ziales Lernen und Hand­lungs­ori­en­tie­rung

Durch ein Bündel von Maß­nahmen sollen die Schü­le­rinnen und Schüler in den sog. ‚so­cial skills’ vor­an­ge­bracht werden. Dazu ist jetzt durch­gängig in der Be­ob­ach­tungs­stufe und in Klasse 7 ein Klas­sen­lehrer­team (m/w) für die Klas­sen­füh­rung ver­ant­wort­lich und in allen Klassen von 5-10 eine im Stun­den­plan ver­an­kerte wö­chent­liche Klas­sen­rats­stunde eta­bliert. Als So­zi­al­formen im Un­ter­richt werden ge­zielt ko­ope­ra­tive Auf­gaben und Pro­jekte ein­ge­setzt, dar­über hinaus spielt auch die al­ters­über­grei­fende Päd­agogik in vielen Pro­jekten ins­be­son­dere im mu­si­schen Be­reich eine wich­tige Rolle.

Hier ist auch das Lern­feld Päd­agogik an­ge­bunden, das von der ganz­jäh­rigen Pre­fect-Aus­bil­dung in Klasse 9 über die Paten- und Auf­sichts­funk­tion in Klasse 10 zu Kursen im Fach Päd­agogik ab Jahr­gang 10 führt. Aus diesen Kursen werden die Schü­le­rInnen an­ge­leitet und mit Su­per­vi­sion im Lehr- und Be­treu­ungs­be­reich ein­ge­setzt: Min­des­tens eine Stunde pro Woche ar­beiten die Ober­stu­fen­schü­le­rInnen ent­weder als Er­gän­zungs­kräfte in der Nach­bar­schule bei der För­de­rung so­zial Be­nach­tei­ligter (fi­nan­ziert durch die Philip-Breuel-Stif­tung) oder über­nehmen an der ei­genen Schule den För­der­un­ter­richt in Kleinst­gruppen ins­be­son­dere im Fach Deutsch (Kl.5/6) oder leiten im Sport­be­reich Nach­mit­tags­kurse in der Ganz­tags­schule.

Be­rufs­ori­en­tie­rung

Sehr große Be­deu­tung nimmt am Goethe-Gym­na­sium die Be­rufs­ori­en­tie­rung ein, nicht ohne Grund ist die Schule für ihr Kon­zept auch mit dem ‚Siegel für vor­bild­liche Be­rufs­ori­en­tie­rung’ als eines der ganz we­nigen Gym­na­sien in HH seit 2009 re­zer­ti­fi­ziert worden. Der Ein­stieg in die be­ruf­liche Ori­en­tie­rung be­ginnt in Klasse 8 mit der Grün­dung einer Schü­ler­firma und der Ar­beit mit dem Be­rufs­wahl­pass. In Klasse 9 wird ein drei­wö­chiges Be­trieb­sprak­tikum durch­ge­führt und in Klasse 11 pro­fi­l­ori­en­tiert ein Be­rufs­prak­tikum. In Zu­sam­men­ar­beit mit El­tern, mit ehe­ma­li­gen Schü­le­rinnen und Schü­lern sowie mit Ham­­burger Aus­bil­dungs­be­trieben und der Agentur für Ar­beit wird eine Be­rufs­in­fobörse durch­ge­führt; dar­über hinaus gibt es pro­fes­sio­nelle Be­wer­bungs­trai­nings, zahl­reiche Be­ra­tungs­ge­spräche und Be­rufs­in­for­ma­ti­ons­tage sowie die Er­mög­li­chung eines Früh­stu­diums.

 In­for­matik und Ro­botik

Die Schule wurde als eine der 10 IT-fit­testen in Deutsch­land aus­ge­zeichnet – von einer Ini­tia­tive, die von der Bun­des­kanz­lerin und Bill Gates ins Leben ge­rufen wurde. Ein 6. Platz beim bun­des­weiten Com­pu­ter­biber-Wett­be­werb sowie die Teil­nahme bei wei­teren bun­des­weiten Wett­be­werben wie dem Ro­boCop Ju­nior bzw. FieldRo­bot­Ju­nior zeigen neben einer hoch­mo­dernen Com­puter- und Ro­bo­ter­aus­stat­tung der Schule einen wei­teren Schwer­punkt.

In­te­gra­tion von Mi­granten

Als Schule mit einem seit Jahren re­lativ hohen An­teil von Schü­le­rInnen mit nicht-deut­scher Mut­ter­sprache stellt sich das Goethe-Gym­na­sium dieser Auf­gabe auch kon­zep­tio­nell. Dazu ge­hört ein um­fang­rei­ches Be­ra­tungs­an­gebot und El­ter­n­ar­beit von Ab­tei­lungs­lei­tern und Be­ra­tungs­team, Bau­steine des Aspekts ‚so­ziales Lernen’, För­der­un­ter­richt durch Lehrer und Schü­le­rInnen vor allem in der Be­ob­ach­tungs­stufe ins­be­son­dere im Fach Deutsch, ge­zielte För­der­an­ge­bote in der Mit­tel­stufe zur Re­du­zie­rung des sog. Rück­läu­fer­pro­blems.

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