Deutsch

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Ziele

Das Fach Deutsch ist ein Kern­fach, das alle Schü­le­rinnen und Schüler durch­ge­hend von der fünften bis zur zwölften Klasse be­legen. Es bietet den Schü­le­rinnen und Schü­lern viel­fäl­tige Mög­lich­keiten des Ler­nens. Der Deutsch­un­ter­richt er­mög­licht durch die in­ten­sive Be­schäf­ti­gung mit Sprache und Li­te­ratur kom­mu­ni­ka­tive Kom­pe­tenz sowie kul­tu­relle und äs­the­ti­sche Bil­dung. Er strebt die För­de­rung von Sprach-, Lese- und Schreib­kom­pe­tenzen. Er ver­hilft den Schü­lern dazu, mit In­for­ma­tionen um­zu­gehen, Phan­tasie aus­zu­bilden und Pro­bleme kreativ zu lösen. Damit schafft der Deutsch­un­ter­richt we­sent­liche Vor­aus­set­zungen für den Un­ter­richt und den Ler­ner­folg in allen Fä­chern und Jahr­gangs­stufen. Auf Grund der in­ten­siven Be­schäf­ti­gung mit der deut­schen Sprache und der Aus­ein­an­der­set­zung mit Fragen von In­di­vi­duum, Ge­sell­schaft und Welt in li­te­ra­ri­schen und nicht-li­te­ra­ri­schen Texten be­stimmt das Fach Deutsch die Per­sön­lich­keits­bil­dung we­sent­lich mit, för­dert ver­netztes Denken und er­füllt viel­fäl­tige fä­cher­über­grei­fende und in­te­gra­tive Funk­tionen.

Schwer­punkte

Im Mit­tel­punkt des Deutsch­un­ter­richts stehen am Goethe-Gym­na­sium des­halb die deut­sche Sprache und Li­te­ratur, die mit mo­dernen Me­thoden un­ter­richtet wird. Die Schü­le­rinnen und Schüler lernen al­ters­ge­recht, schrift­lich und münd­lich richtig und an­ge­messen zu for­mu­lieren, Sprache zu un­ter­su­chen, zu ar­gu­men­tieren und Sacht­exte wie auch li­te­ra­ri­sche Werke sich stei­gernder Schwie­rig­keits­grade zu­neh­mend selbst­ständig zu ver­stehen.

Ein be­son­derer Schwer­punkt des Deutsch­un­ter­richts an un­serer Schule liegt dabei darin, die Schü­le­rinnen bei der Ent­wick­lung ihrer Lese- und Schreib­kom­pe­tenz zu un­ter­stützen. Neben der För­de­rung des Le­se­ver­ste­hens nimmt be­son­ders in der Be­ob­ach­tungs­stufe der  Recht­schreib- und Gram­ma­tik­un­ter­richt eine zen­trale Rolle ein, denn es ist uns wichtig, dass alle Schü­le­rinnen und Schüler rich­tige Texte schreiben lernen.

Lesen an un­serer Schule

Lesen ist nicht nur ein Schwer­punkt des Fa­ches Deutsch, son­dern es bildet eine wich­tige Kern­kom­pe­tenz für alle Fä­cher des Schule. Durch viele Ak­tionen ver­sucht die Fach­schaft Deutsch das Lesen zu för­dern und den Schüler na­he­zu­bringen, denn nur wer gern liest, liest auch gut.

Einen Hö­he­punkt im Rahmen der Le­se­för­de­rung stellt jedes Jahr auch der Vor­le­se­wett­be­werb der 6. Klassen dar, der am Goethe-Gym­na­sium schon seit vielen Jahren aus­ge­richtet wird.  In der Zeit nach den Herbst­fe­rien wird im Deutsch­un­ter­richt be­son­ders viel ge­lesen. Die Schü­le­rinnen und Schüler stellen ihre Lieb­lings­bü­cher vor und lesen der Klasse einen kleinen Ab­schnitt vor. Sie lernen Kri­te­rien des wir­kungs­vollen und aus­drucks­starken Vor­le­sens kennen und können damit ihre Leis­tung und die der Mit­schüler ein­schätzen.

Immer wieder werden Au­toren ein­ge­laden, die ihre Werke prä­sen­tieren. Das ge­schieht von der Unter- bis in die Ober­stufe. So las zu­letzt die Ju­gend­buch­au­torin Cor­nelia Franz vor einem be­geis­terten Pu­blikum der Be­ob­ach­tungs­stufe aus ihren Bü­chern oder prä­sen­tierte der Schau­spieler Chris­tian Quad­flieg vor Ober­stu­fen­schü­lern sein Pro­gramm "Goethe und die Frauen".

Ebenso wird das Lesen ver­schie­dener Zei­tungen an­ge­regt und durch Ge­spräche mit Jour­na­listen und Re­dak­teuren ge­för­dert. Ver­schie­dene Zei­tungs­pro­jekte finden re­gel­mäßig in den 8. Klassen statt. Bei un­ter­schied­li­cher Durch­füh­rung haben sie alle das gleiche Ziel, un­sere Schüler sen­sibel für den Um­gang mit den Me­dien zu ma­chen.

Wei­terhin spielt das „freie Le­sen“ in den 5. und 6. Klassen an un­serer Schule eine wich­tige Rolle, da hier die Schüler sehr früh­zeitig darauf hin­ge­wiesen werden, sich ihre ei­genen Ge­danken über die In­halte eines Bu­ches zu ma­chen und diese auch im Le­se­ta­ge­buch zu for­mu­lieren. Dazu ge­hört  auch die Ar­beit mit "An­tolin", einem Pro­gramm, das ge­zielt zum Lesen von Bü­chern mo­ti­viert. Diese können sich die Schü­le­rinnen und Schüler in un­serer schu­lei­genen Bi­blio­thek aus­leihen und dann zu "ihrem" Buch in einem on­line-Pro­gramm Fragen be­ant­worten, für deren rich­tige Be­ant­wor­tung sie Punkte er­halten.

Un­ter­stützt werden wir in allen diesen Un­ter­neh­mungen von un­serem Bi­blio­thekar, der be­reits durch seine Füh­rungen mit den 5. Klassen den ersten Kon­takt zu un­serer um­fang­rei­chen Schul­bi­blio­thek legt, die für viele un­serer Schüler ein wich­tiger Ort in un­serem Schul­haus ge­worden ist.

Schreiben

Zwar gibt es wei­terhin die „tra­di­tio­nel­len“ Auf­satz­arten wie Er­leb­ni­ser­zäh­lung, In­halts­an­gabe, Pro­to­koll und Tex­tin­ter­pre­ta­tion, um nur ei­nige zu nennen. Da­neben aber gibt es immer wieder die Aus­ein­an­der­set­zung mit Li­te­ratur in krea­tiver Form.

Das be­ginnt in der Be­ob­ach­tungs­stufe, indem die Schü­le­rinnen und Schüler z. B. ei­gene Mär­chen schreiben oder sich in die Rolle von Till Eu­len­spiegel ver­setzen und nun aus ihrer heu­tigen Sicht – teil­weise un­ter­malt mit schönen Bil­dern- die Er­leb­nisse dieser Fi­guren nach­voll­ziehen. Das ge­schieht aber auch, indem z. B. Bal­laden in eine an­dere Form ver­setzt oder "ge­rapt" werden.

Krea­tives Schreiben er­folgt durch die Be­tei­li­gung an Schreib­wett­be­werben, aber auch durch das Ver­fassen ei­gener Ge­dichte zu einem vor­ge­geben Thema oder durch Um­for­mungen be­kannter Text­vor­lagen. Krea­tives Schreiben er­folgt schließ­lich auch der Stu­dien­stufe, wenn Schü­le­rinnen und Schüler z.B. Texte der Ro­mantik mit Bil­dern von Caspar David Fried­rich ver­glei­chen oder selbst Mär­chen der Ro­mantik zu Ende schreiben oder ihnen einen neuen Schluss geben. Ziel all dieser Un­ter­neh­mungen ist, dass die Schüler un­be­fangen an Li­te­ratur her­an­gehen, sich in ihrer ei­genen Phan­tasie mit Texten aus­ein­an­der­setzen und da­durch Vor­stel­lungen ent­wi­ckeln, wie Li­te­ratur für sie ak­tuell und neu ent­deckt werden kann.

Sprach­för­de­rung

Ei­nige Kinder kommen mit großen Un­si­cher­heiten im Be­reich Recht­schrei­bung ans Goethe-Gym­na­sium. In den ersten Wo­chen der neuen Klasse fünf be­ob­achten die Lehrer, ins­be­son­dere die Deutsch­lehrer, alle Kinder sehr genau. Zudem werden Ein­schät­zungs­tests durch­ge­führt.

Dann emp­fehlen sie dem Ko­or­di­nator die vier Kinder aus ihrer Klasse mit den größten Pro­blemen in der Recht­schrei­bung, im Text­ver­stehen oder in der Be­herr­schung der deut­schen Gram­matik für ein För­der­pro­gramm. Diese Kinder werden dann mit einem spe­zi­ellen Pro­gramm auf ihre in­di­vi­du­ellen De­fi­zite hin ge­testet. Es werden in­di­vi­du­elle För­der­ma­te­ria­lien er­stellt , die dann im Rahmen einer ad­di­tiven Sprach­för­de­rung be­ar­beitet werden. Diese ad­di­tive Sprach­för­de­rung wird in ei­gener Regie, ohne Stun­den­zu­wei­sung von der BBS, durch­ge­führt.

In Klein­gruppen von ca. vier Schü­le­rinnen und Schüler werden dann z. B. ty­pi­sche Feh­ler­schwer­punkte be­ar­beitet, das Le­se­ver­stehen geübt, gram­ma­ti­sche Re­geln wie­der­holt, sp­w­zi­elle Recht­schreib­übungen be­ar­beitet. Für viele Schüler ist das kon­zen­trierte Ar­beiten, z.B. das ge­naue Lesen einer Auf­ga­ben­stel­lung, noch eine Schwie­rig­keit. Dies und das zü­gige Ar­beiten und ei­gen­stän­dige Kon­trol­lieren und Ver­bes­sern wird in der Klein­gruppe unter der An­lei­tung von Päd­ago­gik­schü­le­rinnen aus der Ober­stufe geübt.

Die ad­di­tive Sprach­för­de­rung in der fünften Klasse ist also keine Deutsch-Nach­hilfe, son­dern be­zieht sich auf Kom­pe­tenzen, die für die er­folg­reiche Mit­ar­beit in allen Fä­chern be­nö­tigt werden. In der Regel soll die Teil­nahme – bei zwei Ter­minen in der Woche – von No­vember bis Ende Ja­nuar dauern, da­nach sollten bis zum Schul­jah­res­ende an­dere Kinder nach­rücken.

Es zeigte sich im ersten Durch­gang, dass ei­nige Kinder aber die Un­ter­stüt­zung durch die add­di­tive För­de­rung das ganze Schul­jahr über be­nö­tigten. Die Teil­nahme ist ver­pflich­tend.

Auch in den Klassen 6, 7 und 8 - je­weils nach Aus­wer­tung des Lern­standes und ak­tu­eller Tes­tungen - wird die sprach­liche För­de­rung der Schü­le­rinnen und Schüler am Goethe-Gym­na­sium fort­ge­führt, um die Schü­le­rinnen und Schüler bei der Ent­wick­lung ihrer Schreib- und Le­se­kom­pe­tenz ge­zielt zu un­ter­stützen.

Neben den viel­fäl­tigen För­der­an­ge­boten bieten wir auch Be­tä­ti­gungs­felder an, die die be­son­dere För­de­rung be­stimmter Be­ga­bungen un­ter­strei­chen. Hierzu zählt auch der Be­gab­ten­för­der­kurs "Mo­dell Drehtür", der par­allel zum Un­ter­richt statt­findet, sich fä­cher­über­grei­fend mit einem selbst ge­wählten wis­sen­schaft­li­chen Pro­jekt be­schäf­tigt, und viele Schrei­b­an­lässe bietet.

Lern­stands­tests

In den Jahr­gangs­stufen 6 und 8 werden im Fach Deutsch zen­trale Lern­stands­tests ge­schrieben, bei denen die Kom­pe­tenzen der Schü­le­rInnen und Schüler in allen Be­rei­chen des Deutsch­un­ter­richts ge­testet werden. Selbst­ver­ständ­lich be­reiten wir die Schü­le­rInnen und Schüler ge­wis­sen­haft darauf vor, um ihnen dabei ein mög­lichst gutes Ab­schneiden zu er­mög­li­chen.

Deutsch in der Ober­stufe

In der Ober­stufe wird Deutsch als Kern­fach neben Ma­the­matik und Eng­lisch in allen Pro­filen un­ter­richtet. Man kann Deutsch wahl­weise auf grund­le­gendem oder er­höhtem An­for­de­rungs­ni­veau be­legen. Das Abitur kann auf beiden Ni­veaus ab­ge­legt werden, wobei die The­men­stel­lungen zen­tral von der Bil­dungs­be­hörde kommen – Deutsch wird also ein Fach mit so­ge­nanntem Zen­trala­bitur bleiben.

Tea­m­ori­en­tie­rung

In allen Klas­sen­stufen ar­beiten wir in Jahr­gangs­teams, die ge­meinsam ver­bind­liche In­halte fest­legen, er­reichte Kom­pe­tenzen im Jahr­gang aus­werten und sich am je­wei­ligen Schul­cur­ri­culum ori­en­tieren.

Kon­takt

Sollten Sie noch Fragen haben oder wei­tere In­for­ma­tionen wün­schen - mailen Sie mich gerne unter meiner Mail­adresse  stei­din­ger@­goethe-ham­burg.de an.

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