Oberstufen-Profil Politik, Gesellschaft, Wirtschaft

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Ober­­stufen-Profil „Ge­sell­schaft und Me­dien“

Wie wir unser Zu­­sam­­men­leben in der Ge­­sell­­schaft ge­­stalten, geht jeden etwas an. Daher wollen wir uns in diesem Profil damit aus­ein­an­­der­­setzen, wie Ge­­sell­­schaft funk­tio­­niert und welche große Rolle die Me­­dien dabei spielen. Wir ma­chen uns ge­­sell­­schaft­­liche Struk­turen sichtbar, un­ter­­su­chen deren viel­­fäl­tige Wech­­sel­wir­­kungen mit (neuen) Me­­dien und Tech­no­lo­­gien und setzen diese mit Dar­s­tel­­lungs­­­formen des Thea­ters um.

Dies sind un­­sere Se­­mes­ter­t­hemen:

1. Se­­mester: „Was guckst Du?“ – Du bist was du siehst!

Wer wir sind und wie wir sind, wird von vielen Fak­toren be­ein­flusst. Wir wollen un­ter­su­chen, wie das so­­ziale Um­­feld, ge­­mein­­same Er­le­b­­nisse, aber auch die Me­dien uns in un­serer Ent­wick­lung und un­sere All­tags­welt be­ein­flussen und nach­haltig prägen.

Wir be­schäf­tigen uns mit Re­­zep­tion, Konsum und Miss­­brauch von Me­­dien. Auch die Rolle der Neuen Me­­dien (Web 2.0) wird un­ter­­sucht.

Wie funk­tio­­niert das In­ternet, und welche Chancen und Ri­­siken bietet es?
Wir wollen un­­sere Er­­ge­b­­nisse z. B. in einer Vi­­deo­pro­­duk­tion zu­­sam­­men­fassen.

2. Se­­mester: „Von Fi­nanz­haien und Klein­­ver­­­die­­nern“ – Geld ohne Ar­­beit, Ar­­beit ohne Geld?

Un­ter­­nehmen von heute funk­tio­­nieren an­­ders als vor 20, 50 oder 100 Jahren. Au­to­­ma­ti­­sie­rung, das In­ternet und die glo­­ba­­li­­sierte Fi­nan­z­welt haben Aus­wir­­kungen auf Un­ter­­neh­­mens­­kultur und Ar­­beitsplätze. Wie kommt es, dass eine In­ter­­netseite mehr wert ist als eine Au­to­fa­­brik? Wie kann man mit vir­tu­ellem Geld echtes Geld ver­­­dienen?

Wieso werden bei Mer­­cedes in Stut­t­­gart Stellen ab­­ge­­baut, nur weil ame­ri­­ka­­ni­­sche Häus­le­­bauer ihre Kre­­dite nicht ab­­zahlen können? Wenn Un­ter­­nehmen überall auf der Welt pro­­du­­zieren können, werden wir zu­­künftig immer mehr Ar­­beit für immer we­­niger Geld leisten müssen? Diese Fragen sollen be­ein­­dru­­ckend in Szene ge­­setzt werden.

3. Se­­mester: „Bild dir (m)eine Mei­­nung!“ -  Mei­­nungs­­­bil­­dung, Mei­­nungs­for­schung, Mei­­nungs­­­mache

Öf­­fent­­liche Mei­­nung ent­­steht nicht "ein­fach so" – den Pro­­zess der Mei­­nungs­­­bil­­dung werden wir ana­­ly­­sieren und si­mu­­lieren. Wie ent­­stehen Um­fra­­ge­er­­ge­b­­nisse und Pro­­gnosen? Wel­chen Ein­fluss haben sie? Wie ver­­än­­dern sich Po­­litik, Kultur und Ge­­sell­­schaft durch zu­­neh­­mende Me­­dia­ti­­sie­rung? Wie kann je­­mand sein An­­liegen zum Thema einer breiten Öf­­fent­­lich­keit ma­chen? Kann das klas­­si­­sche Theater heute noch Mei­­nungen trans­­por­tieren und Massen er­rei­chen?

4. Se­­mester: „Auf­­klä­rung 2.0“ – Das In­ternet als Träger von De­­mo­­kratie und Men­­schen­rechten

Wenn Wis­­sens­aus­tausch und Kom­mu­­ni­­ka­tion welt­weit mög­­lich sind, werden sich die Ideen von Frei­­heit und Gleich­heit überall durch­­­setzen? Wie wirken sich die Par­ti­­zi­pa­ti­­ons­mög­­lich­keiten des In­ternet, z. B. po­­li­ti­­sche Blogs, auf das Be­wusst­­sein der Men­­schen in un­freien Sys­temen aus? Wer pro­­fi­tiert von der glo­­balen Wis­­sens­­ge­­sell­­schaft?

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