Einweihungsfeier der neuen Aula

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Viele ge­la­dene Gäste hatten es sich am 22.6.2007 nicht nehmen lassen, dem Fes­takt zur Ein­wei­hung der neuen Mehr­zweck­halle auf dem Ge­lände des Goethe-Gym­na­siums bei­zu­wohnen.

Neben der Se­na­torin für Bil­dung und Sport, Frau Dinges-Dierig, waren auch der Be­zirksamts­leiter des Be­zirksamtes Al­tona, Herr Fock, sowie der SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete des Wahl­be­zirks Al­tona, Herr Scholz, ge­kommen. Sehr viele Schul­lei­te­rInnen der ver­schie­denen Schul­formen aus den um­lie­genden Schulen waren ebenso an­we­send wie Schul­räte aus der Schul­be­hörde sowie viele Mit­glieder des Lu­ruper Fo­rums, die El­tern­räte und El­tern­ver­tre­tungen, die Klas­sen­spre­cher sowie die meisten Kol­le­gInnen aus dem Goethe-Gym­na­sium sowie der Schule Lang­barg­heide – ins­ge­samt über 300 Per­sonen be­staunten den im­po­santen Neubau.

Nach einer ful­mi­nanten Er­öff­nung durch das Or­che­ster des Goethe-Gym­na­siums mit Edgar El­gars ‚Pomp & Cir­cum­stance’ führten dann die Mo­de­ra­to­rInnen Marlon Körner vom Goethe-Gym­na­sium und Va­nessa Skagen von der Schule Lang­barg­heide durch den Abend. Frau Se­na­torin Dinges-Dierig sowie der Be­zirksamts­leiter waren des Lobes voll über den bau­li­chen Fort­schritt für Lurup und die beiden Schulen, um­rahmt von mu­si­ka­li­schen und tän­ze­ri­schen Dar­bie­tungen von For­ma­tionen aus der Lang­barg­heide sowie dem Un­ter­stu­fen­chor des Goethe-Gym­na­siums. Eben­falls viel Dank und Freude war dann in der ge­mein­samen An­sprache der beiden Schul­leiter, Frau Berg und Herrn Tegge, zu ver­nehmen, al­ler­dings ließen es sich die beiden unter großem Ap­plaus des zahl­rei­chen Pu­bli­kums nicht nehmen, die Po­li­tiker darauf hin­zu­weisen, dass trotz des wun­der­schönen Neu­baus die räum­liche Aus­stat­tung beider Schulen immer noch nicht den Er­for­der­nissen von Ganz­tags­schulen ent­spräche, denn die Ge­bäude seien in den 60er Jahren nicht als Ganz­tags­schulen ge­baut worden, in­so­fern bliebe noch eine Menge zu tun.

Auszug aus der ge­mein­samen An­sprache der beiden Schul­lei­tungen zur Ein­wei­hung:

Frau Berg: Aber es ist auch erst ein An­fang, denn Ganz­tags­schulen ent­stehen nicht al­lein durch eine erst­klas­sige Kan­tine oder durch ein neues Mes­sing­schild am Ein­gang. In­so­fern kann man sich an­ge­sichts dieses Ge­bäudes nicht zur Ruhe setzen und bil­dungs­po­li­tisch hinter Lurup einen Haken ma­chen. Wir haben hier nun einmal Schul­ge­bäude, die nicht für Ganz­tags­schulen ge­baut wurden, son­dern diese stammen aus einer Zeit, als der Ganz­tags­schul­ge­danke ja noch in mas­sivem Wi­der­spruch zum da­mals herr­schenden Frau­en­bild stand, wo Mutti mit­tags mit dem damp­fenden Ein­topf auf die hung­rigen Kleinen zu warten hatte.

Herr Tegge: Und folg­lich hat man da­mals nichts an­deres als Klas­sen­zimmer mit an­hän­genden Flucht­wegen ge­baut – was an­deres konnte man sich 1969 nicht vor­stellen, wie Schulen aus­sehen müssten. Will man also heute man­gels freier Räume auf diese Flucht­wege Sitz­möbel oder Spiel­ge­räte, Com­pute­r­in­seln oder Ru­he­zonen stellen, wie in Hol­land oder Schweden zu be­sich­tigen, be­kommt man das ‚Njet’ der Feu­er­po­lizei zu hören – es sind eben Flucht­wege und die müssen in Deutsch­land auch solche bleiben. Und wenn man dann von den zu­stän­digen Schul­räten und Raum­pro­gramm­ver­ant­wort­li­chen der Be­hörde vor­ge­rechnet be­kommt, dass die vor­han­denen Räume hier ge­rade für den nackten Un­ter­richt aus­rei­chend sind und für alle wei­teren räum­li­chen Er­for­der­nisse einer Ganz­tags­schule, wie sie in den be­kannten PISA-Län­dern zu be­sich­tigen sind, kein Geld vor­handen ist, dann wissen wir, dass wir hier und an­derswo in Ham­burg noch ziem­lich lange im­pro­vi­sieren sollen, um zu ka­schieren, dass po­li­tisch nicht der Wille be­steht, ver­gleich­bare An­teile des Brut­to­so­zi­al­pro­dukts wie in den PISA-Winner-Län­dern in die nach­wach­sende Ge­ne­ra­tion zu in­ves­tieren.

Ab­ge­rundet wurde die Ver­an­stal­tung durch die groß­ar­tigen Bei­träge des großen Chors und des Kam­mer­chors vom Goethe-Gym­na­sium, ge­rade das viel­stim­mige ‚I’m a train’ zeigte auf, welche mu­si­ka­li­sche Per­fek­tion mitt­ler­weile von dieser For­ma­tion auf die Bühne ge­bracht werden kann.

Viele Ge­spräche bei Sekt und Häpp­chen ließen diese schöne Ein­wei­hungs­feier aus­klingen, wäh­rend dessen die Big­band des Goethe-Gym­na­siums mit ihrer Sän­gerin Anna Beilner hierzu für die nö­tige Stim­mung sorgte. Auch der Wet­ter­gott hatte ein Ein­sehen – das her­auf­zie­hende Ge­witter öff­nete erst viel später am Abend seine Re­gen­schleusen.

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