Goethe in Lurup - eine erotische Biografie

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Als Chris­tian Quad­flieg am 27. Fe­bruar die Aula des Goethe- Gym­na­sium be­trat, fühlte es sich an, als ob J. W. von Goethe wieder unter den Le­benden weile. 80 Ober­stu­fen­schüler, ein Dut­zend Lehr­kräfte und ei­nige we­nige, dafür aber sehr in­ter­es­sierte Goethe- bzw. Quad­flieg-Ver­ehrer aus dem Stadt­teil waren ein gut in­for­miertes und wie sich in der Dis­kus­sion im An­schluss zeigte, sehr in­ter­es­siertes Pu­blikum.

„Goethe und die Frauen“ – so lau­tete das ver­hei­ßungs­volle Pro­gramm des be­rühmten Re­zi­ta­tors. Ge­fes­selt von den Ge­dichten und Briefen Goe­thes, er­fuhr der ge­neigte Zu­hörer eine an­dere Fas­sette des „Ori­gi­nal­ge­nies“. Goethe war mehr als nur Dichter und Denker, er war ein Mann-, ein Mann, der wusste wie man Frau­en­herzen ero­bert. Die Frauen waren für J. W. von Goethe Musen, jede für eine ge­wisse Zeit seines Le­bens.

Jeder Ge­liebten wid­mete er ein „Strauß von Ge­dich­ten“. Al­leine Char­lotte von Stein schrieb er über 2000 Lie­bes­briefe und Lili war Muse von Ge­dichten, welche sogar ihren Namen tragen. Eine Viel­zahl fri­voler Bett­ge­schichten, ent­sprang aus der Be­geg­nung mit Faus­tine, wäh­rend seiner Ita­li­en­reise. Manche dieser An­ek­doten sind so pi­kant, dass sie bis heute der Öf­fent­lich­keit ver­wehrt sind. Die bio­gra­fi­sche „Reise“ en­dete mit Chris­tiane, eine Frau, die mit ihrem Wesen Goe­thes Schaffen be­flü­gelte. Im An­schluss an die Vor­le­sung, hatten die Zu­hörer die Mög­lich­keit mehr über das Leben von Chris­tian Quad­flieg zu er­fahren.

Quad­flieg, der neben Goethe auch an­dere Dichter wie Heine und Schiller re­zi­tiert und eben­falls Schau­spieler ist, fühlt sich dazu be­rufen, den Men­schen zu zeigen, dass Sprache mehr als nur bloßer In­for­ma­ti­ons­aus­tausch ist. Wie die Klei­dung, die wir täg­lich an­ziehen, so ist auch die Sprache ein Si­gnal un­serer In­di­vi­dua­lität. Darum be­deutet Lyrik das Be­mühen um die Sprache und damit das Be­mühen um den Mit­menschen. Re­spekt vor ein­ander zu haben be­deutet sich der Wir­kung seiner Worte be­wusst zu werden.

Nicht wahr Digga?

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