Orchesterreise »Schloss Noer«

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Am 23.3.10 war es wieder so­weit. Wir machten uns auf nach Schloss Noer, um (viel) zu proben, aber min­des­tens dreimal so­viel Spaß zu haben.Nachdem sich alle ver­ab­schiedet hatten und so man­cher einen Platz neben einer Gi­tarre oder einem Cello ge­funden hatte, ging es los. Das Orchester bei einer ProbeDas Orchester bei einer Probe

"Cri­me­time" nach den Proben

Die Sonne lachte uns schon fröh­­lich ent­­gegen, was die Stim­­mung noch weiter anhob. An­­ge­­kommen wurden schnell die Sa­chen in den Schrank ge­worfen oder ein­fach gleich im Koffer ge­lassen. Nach einer ersten Probe (bei der wir fest­­stellen konnten, dass keine Lan­­ge­weile auf­­kommen würde) gab es Mittag, wel­ches wie immer nach dem Motto „Der Hunger treibt’s rein“ ver­­speist wurde. Da­nach wurde es ernst. Es gab klare Vor­stel­lungen, wie weit wir am Ende der Woche mit dem Stück sein sollten. Nach einer recht chao­ti­schen ge­mein­samen Probe teilten wir uns und probten (fleißig wie immer) an un­seren Stimmen. Am Abend be­en­deten wir un­seren ersten Tag mit einer Spiel­runde, die zwar nach und nach immer kleiner wurde, aber nicht lang­wei­liger. Das Spiel der Woche war näm­lich Ma­fiosi; hierbei schreckten die Mörder nicht einmal vor einem Selbst­mord zu­rück und das En­gel­chen konnte leider keine Ge­danken lesen! Der Seher ver­suchte zwar eifrig, zu helfen, wurde je­doch häufig recht zügig von dem nicht sehr zim­per­li­chen Volk ver­ur­teilt und… tja, leider gab es auf Schloss Noer noch die To­dess­trafe, die sich großer Be­liebt­heit er­freute! Nachdem die Mörder zur Strecke ge­bracht waren (oder auch nicht), ging es nach und nach ins Bett.

Auf ver­schla­fene Ge­sichter wurde am nächsten Tag keine Rück­sicht ge­nommen. Die Probe be­gann pünkt­lich, so­dass der eine oder an­dere in der einen Hand sein In­stru­ment und in der An­deren seinen Kaffee hielt. Dann hieß es proben, proben, proben! Nach­mit­tags fand dann  ein Ta­pe­ten­wechsel statt: Am Strand ver­suchten wir, die kniff­ligen Fragen der Ral­lye­gruppe zu be­ant­worten und ein (see­taug­li­ches) Boot zu bauen. Nach einer kurzen Kaf­fee­pause star­teten wir wieder durch zum Proben. Abends wurde nach einer kurzen Mas­sage er­neut mu­si­ziert und schließ­lich fleißig Ma­fiosi ge­spielt, wobei nach und nach immer aus­ge­feil­tere Stra­te­gien ent­wi­ckelt wurden. Dass es ei­nige gab, die immer wieder zum Mörder wurden, ge­hörte wohl auch dazu… Eben­falls sehr be­liebt war in den Pausen der Bil­lard­tisch. Und am Abend durften na­tür­lich auch die weißen Mäuse nicht fehlen, die ei­gent­lich auch nur auf der Or­che­s­ter­reise gut schme­cken!

Von "Nackts­can­nern" und "Brei­t­ar­schan­ti­lopen"

Am Don­nerstag lachte uns die Sonne ins Ge­sicht, so­dass wir es uns nicht nehmen ließen, uns in die Sonne zu legen, die Probe nach draußen zu ver­legen oder zu­min­dest ein Foto mit In­stru­menten im Son­nen­schein zu ma­chen. Bei einer wei­teren Probe be­merkte man be­reits richtig gute Fort­schritte und trotz Mü­dig­keit gaben sich alle größte Mühe, denn wir hatten Zu­hörer. Eine Gruppe von be­hin­derten Kin­dern hörte uns voller Fas­zi­na­tion zu. Be­son­ders „Der Berg­kö­nig“ kam gut an; hier wurde fröh­lich mit­ge­klatscht und auch freu­dige Zwi­schen­rufe wie: „Ich spiele auch Geige!“ oder „Das kenne ich!“ zeigten, wie gut es den Kin­dern ge­fiel. Nach diesem Mini-Kon­zert wurde  es noch einmal ernst: Die Krea­ti­v­auf­gabe ließ die Köpfe rau­chen. Thema: Flug­zeug und Flug­hafen. Ei­gent­lich kein Pro­blem, wären da nicht Wörter wie „Nackts­can­ner“ oder „Brei­t­ar­schan­ti­lope“, die mit ein­ge­baut werden mussten. Als sich schließ­lich alle im Pro­ben­raum ein­fanden, mit Kof­fern, Re­gen­schirmen und Hand­ta­schen be­waffnet, kam die Stunde der Wahr­heit: Unter dem kri­ti­schen Blick der Jury hoben wir ab. Mu­si­ka­li­sche Bei­träge wie „Über den Wol­ken“ durften nicht fehlen. Es wurde viel ge­lacht und schließ­lich machte die Gruppe, die den per­fekten „Goethe-Flug“ insze­nierte, den ver­dienten 1. Platz! Nach der Sie­ger­eh­rung fand man sich er­neut zum Spielen zu­sammen. Bis halb drei saßen alle noch einmal zu­sammen, um Ma­fiosi und an­dere Spiele zu spielen. Da­nach fielen alle wie tot ins Bett; bis auf einen, der noch als wan­delnde Ma­tratze durch’s Schloss spuken musste…

Am nächsten Morgen gab es den Schnell­putz und dann noch eine letzte Probe, mit der alle zu­frieden sein konnten. Alles ver­staut saßen wir schließ­lich im Bus, doch nicht lange: Bu­spanne!!! Dass alle einmal kräftig ge­schoben haben, half leider auch nichts. Und so blieb uns noch eine Stunde mehr für jede Menge Spaß, z.B. beim Ma­fiosi spielen oder An­hänger fahren, dass einem ganz schlecht wurde! Zum Glück hatten wir einen Super-Bus­fahrer, der den Bus al­leine wieder zum Fahren bekam, und so ver­ab­schie­deten wir ihn, in Ham­burg an­ge­kommen, mit einem ex­tralauten „Ein Hoch auf un­seren Bus­fah­rer“!  Dann trennten sich un­sere Wege und alle wussten: Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!!!

(Sonja Lü­beck und Vi­viane Bur­mester (9a))

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