Tag der offenen Tür 2008 am Goethe-Gymnasium

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Die na­tur­wis­sen­schaften prä­sen­tierten sich mit einer Chemie-Show

Neu­gie­rige Be­su­cher­ströme

Zum ersten Male be­gann der Tag der of­fenen Tür am Goethe-Gym­na­sium in der neu­ge­bauten, und ei­gent­lich großen Aula – doch sie konnte den Be­su­che­randrang kaum fassen. So mussten bei den ein­drucks­vollen Mu­sikd­ar­bie­tungen des Schu­lor­che­s­ters und des großen Chors zu Be­ginn der Ver­an­stal­tung manche kleine und große Be­su­cher mit Steh­plätzen vor­lieb nehmen. Der Schul­leiter, Herr Tegge, setzte in seiner kurzen An­sprache dann auch zur all­ge­meinen Freude sym­bo­lisch den Bau­helm end­gültig ab, um damit kund­zutun, dass den neuen Jahr­gängen nun die Wohl­taten der neuen Aula, Schul­re­stau­rant und Sport­an­lagen un­ge­trübt vom Bau­lärm zur Ver­fü­gung stehen.

Im An­schluss gab es dann viele Vor­füh­rungen und Aus­stel­lungen in den Fach- und Klas­sen­räumen zu be­staunen: Einen großen An­sturm ver­zeich­neten z.B. die Com­pu­ter­räume, in denen eine Pro­jekt­gruppe von Acht­kläss­lern den ‚Kleinen’ aus den vierten Klassen und deren El­tern selbst pro­gram­mierte Ro­boter vor­führten; auch wenn alle Sorge hatten, dass die Ro­boter vom Tisch fielen – die waren so pro­gram­miert, dass sie den Ab­grund vorher ‚sahen’. Viele stau­nende Kin­deraugen (und El­tern) gab es auch in der Chemie, wo eine Gruppe Neunt­klässler-Mäd­chen ein wahres Harry-Potter-Fee­ling er­zeugten, indem sie wie von Geis­ter­hand, nur mit ein paar Tropfen oder Pül­ver­chen hier und da, die selbe Flüs­sig­keit nicht nur lau­fend die Farbe wech­seln ließ, son­dern daraus am Schluss sogar Milch oder Irish Coffee zau­berte.

Zudem er­wiesen sich lich­terloh bren­nende Geld­scheine, die sor­gen­voll vom Pu­blikum zur Ver­fü­gung ge­stellt wurden, nach dem Lö­schen als völlig un­be­schä­digt – das wollten manche Kleinen am liebsten gleich morgen im Che­mie­raum den Großen nach­ma­chen. Auch in der Physik und Bio­logie gab es viele wei­tere Mit­ma­ch­ex­pe­ri­mente und An­schau­ungen, die z.T. com­pu­ter­ge­steuert oder über die Be­amer an die Wände pro­ji­ziert wurden; dabei stellte das Team der Goethe-Lehr­kräfte unter Be­weis, dass die na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Fä­cher und In­for­matik am Goethe-Gym­na­sium von Be­ginn an eine her­aus­ra­gende Be­deu­tung haben.

Viele mu­tige Viert­klässler beim Schnup­per­klet­tern

Ein wei­terer Renner war in der total sa­nierten großen Sport­halle für die vielen Be­su­cher das Schnup­per­klet­tern. Viel­fach gab es ganz große Augen bei den Kleinen in An­be­tracht der für sie uner­mess­lich hohen Klet­ter­wand – aber viele mu­tige Viert­klässler ließen sich, gut ge­si­chert durch die Helfer der Schule, nicht ab­schre­cken, mit Er­folg den Weg nach oben zu su­chen. Mit­mach­un­ter­richt gab es auch in den fünften Klassen, auch hier war der An­drang der künf­tigen Gym­na­siasten groß, um zu sehen, was die nur um ein Jahr äl­teren Schü­le­rinnen und Schüler be­reits alles ‚drauf’ haben. Die Fremd­sprachler prä­sen­tierten auch die Smart­boards – elek­tro­ni­sche in­ter­ak­tive Ta­feln, die die gute alte Wand­tafel in Zu­kunft immer mehr ab­lösen werden.

Im Le­se­saal und in der Bi­blio­thek ging ru­higer zu, aber nur, weil viele Viert­klässler den Vor­le­se­künsten der Grö­ßeren lauschten, die mit Mär­chen und an­derem den Pu­bli­kums­ge­schmack genau ge­troffen hatten. Lauter wurde es hin­gegen in den Mu­si­kräumen, wo die Kleinen alle In­stru­mente aus­pro­bieren durften – es klang zwar noch nicht büh­nen­reif, aber das kann ja noch kommen.

Sehr großer An­drang herrschte auch im zum ‚In­fo­center’ um­funk­tio­nierten Leh­rer­zimmer. Hier stellten sich die neuen Klas­sen­lehrer­teams mit je­weils zwei Lehr­kräften für die 5. Klassen den Fragen der in­ter­es­sierten El­tern aus den Grund­schulen des Stadt­teils. Manche Sorgen ver­flüch­tigten sich aber auch schnell, indem klar wurde, dass die Klas­sen­lehrer­teams viele Fä­cher un­ter­richten, damit die beiden wich­tigsten Be­zugs­per­sonen gut für den sanften Über­gang auf das Goethe-Gym­na­sium sorgen können.

In der Kunst gab es nicht nur Bilder zu be­wun­dern, son­dern indem auch Ar­beiten zur Ar­chi­tektur, Fo­to­gra­phie oder Skulp­turen etc. ge­zeigt wurden, wurde deut­lich, dass die Krea­ti­vität am Goethe-Gym­na­sium auf einer sehr breiten Eben ge­för­dert wird. Dement­spre­chend war es auch nicht ver­wun­der­lich, dass auch das Thea­ter­studio mehr­fach ‚aus­ver­kauft’ war, wo die jungen Schau­spie­le­rInnen aus dem Dar­stel­lenden Spiel Schnup­pers­zenen aus ihren ak­tu­ellen Pro­duk­tionen zeigten. Bei so­viel Au­gen­schmaus war es dann eine will­kom­mene Ab­wech­se­lung, in einem der vielen Schü­ler­cafés, ob von den ‚Fran­zosen’ oder ‚Spa­niern’ oder von der Tan­sania-AG be­trieben, zum Ge­spräch bei Kaffee und Ku­chen zu ver­weilen, bis man sich zum Big­band­kon­zert in Aula wieder treffen konnte.

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