Unsere Madrilenen in Hamburg – Spanienaustausch 2011

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Spanischunterricht - ganz realSpanischunterricht - ganz real

Nicht viele Schulen in Ham­burg, an denen Spa­nisch un­ter­richtet wird, haben auch spa­ni­sche Aus­tausch­partner – umso mehr freut sich das Goethe-Gym­na­sium dar­über, dass wir schon im fünften Jahr einen in­ten­siven Aus­tausch mit dem In­sti­tuto Blas de Otero in Ma­drid haben und so un­sere Schü­le­rInnen zu­min­dest zweimal im Jahr ihre sprach­li­chen Fä­hig­keiten in den spa­ni­schen Fa­mi­lien oder beim Ge­gen­be­such in Ham­burg in realen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­si­tua­tionen er­proben können. Jetzt waren jüngst wieder die Spa­nier bei uns zu Be­such:

Am Abend des 29. März war es end­lich so weit. Die Türen des An­kunfts­ter­mi­nals öff­neten sich und die 16 Spa­nier kamen strah­lend auf uns zu. Wir waren alle sehr auf­ge­regt, denn wir hatten un­sere Aus­tausch­schüler fast ein halbes Jahr nicht mehr ge­sehen. Wir freuten uns alle auf eine schöne Woche in und um Ham­burg. Am Abend des An­kunfts­tages war na­tür­lich Koffer auspa­cken an­ge­sagt. Es wurden Ge­schenke ver­teilt und viel ge­redet. Am Mitt­woch ging es für uns alle erst einmal für vier Stunden in die Schule, Gemeinsam im MichelGemeinsam im Michelda­nach bra­chen wir auf, um mit der Bahn zu Ham­burgs Wahr­zei­chen, dem Mi­chel, zu fahren. Wir haben von dem Or­ga­nisten der Kirche sehr viel über die Kirche und ins­be­son­dere auch über die ver­schie­denen Or­geln er­fahren. Da­nach durften die Spa­nier und auch wir den schönen Aus­blick vom Mi­chel herab ge­nießen. Die Vor­freude auf den an­ste­henden Dom­besuch war groß. Den Tag schlossen wir dort ab und die Lehrer ver­ab­schie­deten sich von uns. Am nächsten Tag gingen wir wie an dem vor­he­rigen auch vor­mit­tags in die Schule. In der Mit­tags­pause haben wir dann alle zu­sammen in der Mensa ge­gessen. An­schlie­ßend star­teten wir mit den Spa­niern eine Stadtrallye, die in Lurup star­tete, über Al­tona und den Hafen führte und schließ­lich in der Eu­ropa Pas­sage en­dete. Am rest­li­chen Abend hatten wir, wie fast jeden Abend, Zeit zur freien Ge­stal­tung. Oft trennten sich die Gruppen dann und gingen in Ein­kaufs­zen­tren oder Parks. Jeder hat na­tür­lich was an­deres ge­macht.

Am Freitag trafen wir uns alle am Haupt­bahnhof, um dann mit den Leh­rern aber auch Ausflug nach LübeckAusflug nach Lübeckna­tür­lich mit allen Schü­lern nach Lü­beck zu fahren. Dort durften wir uns Lü­beck näher an­sehen und auch die Spa­nier waren be­ein­druckt von der kleinen aber feinen Stadt. Als wir dann am Abend zu­rück­ge­kehrt sind, hatten wir wieder Zeit für uns. Die meisten Spa­nier blieben bis in den Abend in der In­nen­stadt, jeder hatte eine an­dere Be­schäf­ti­gung ge­funden. Na­tür­lich freuten wir uns alle auf die Woche mit den Spa­niern, aber am Meisten freuten wir uns auf das Wo­chen­ende!

Am Samstag und Sonntag durfte jeder selbst ent­scheiden, was er mit seinem Aus­tausch­partner macht. Na­tür­lich wurden von uns zahl­reiche Vor­schläge ge­macht, was man am Wo­chen­ende ma­chen kann, wie zum Bei­spiel Schwimmen gehen oder an­dere Sa­chen. Da das Wetter am Samstag so schön war, gingen wir na­tür­lich mit den Spa­niern raus und ge­nossen die Sonne. Am Sonntag waren wir alle Schlitt­schuh­laufen und da­nach hat sich Jadzia aus der 9b be­reit er­klärt, eine kleine "Hausparty" zu ver­an­stalten. Wir haben ge­grillt und ich denke jeder hatte seinen Spaß an dem Abend. Am nächsten Morgen gingen wir alle noch einmal für vier Stunden in die Schule und der Schul­leiter Herr Tege ver­ab­schie­dete sich per­sön­lich von un­seren Spa­niern. Da der Montag der letzte Tag war, war es selbst­ver­ständ­lich für uns, dass alle Schüler und Schü­le­rinnen, die am Aus­tausch teil­ge­nommen haben, den Abend ge­meinsam ver­brachten. Wir trafen uns alle im Volks­park und ließen den Abend mit einem ge­müt­li­chen Feu­er­lager aus­klingen. Je näher der Ab­rei­setag rückte, umso trau­riger waren wir alle na­tür­lich und schon am Montag fingen ei­nige an, bit­ter­lich zu weinen. Als wir in Ma­drid waren, wussten wir, dass wir un­sere ge­liebten Aus­tausch­partner wie­der­sehen würden, aber am Dienstag, als es dann so­weit war, dachten wir uns alle nur: Was ist, wenn wir sie alle nie wieder sehen? Diese Frage brachte uns alle zum Nach­denken und machte mehr oder we­niger fast alle traurig. Am Tag des Ab­schieds ver­drückte jeder ein kleines Trän­chen, denn sie sind uns so an unser Herz ge­wachsen, dass es nicht nur Aus­tausch­partner sind, son­dern Freunde. Der Ab­schied fiel uns allen nicht leicht, aber die trös­tenden Worte un­serer Aus­tausch­partner " Nos vemos en verano" bauten uns wieder auf, und so haben wir nicht die Hoff­nung ver­loren, sie alle bald wie­der­zu­sehen.

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